
Die Wälder von Pará hatten das Pech, zur östlichen Randzone des Amazonasgebiets zu gehören. Sie waren am leichtesten erreichbar und kamen zuerst an die Reihe. Der Prozess kam bereits in der 1950 Jahren und bis heute führt Pará, Brasiliens zweitgrösster Bundersaat. die nationalen Brandrodungsstatiken an. Während der Hauptsaison für Rodungen im August (wenn das Klima am trockensten ist) gibt es Tage, an denen der Wind die Asche dutzende von Kilometern und anderswo niedergehen lässt. Neben den Regenwäldern ist auch sogenannte "Cerrado" (eine dichte natürliche Steppen- und Trockenwald-vegetation) von der bis heute fortschreitenden Zerstörung betroffen. Einst verlief in Pará die Übergangzone zwischen diesen beiden Biotopen. Der Löwenanteil der Rodungen geht auf das Konto von Viehzüchtern.

All das brachte mich dazu, so viele "Nebenstrassen" auszukundschaften wie möglich. Bereits in Maranhão (Foto oben) fuhr ich dabei gelegentlich durch dichten Cerrado. Nebenstrasen ausserhalb der Trockenzeit zu befahren ist nicht unproblematisch. Sobald es regnet werde sie unberechenbar. Dass ich kein einziges Mal steckenblibe hatte mehr mit glück als menme Verstand zu tun. Jedenfalls hatte ich genug, um mich an den Tankstellen ausgiebig bei Brasilianern zu erkundigen und gegebenenfalls auf der Bundestrassen zu bleiben.